Dividendenaristokraten

Chancen

+ Attraktive jährliche Ausschüttungen
+ Unternehmen mit langjähriger positiver Dividendenhistorie
+ Stabiles Ertragspotenzial

Risiko

– Marktbedingte Kursschwankungen sowie Ertragsrisiko
– Wechselkursrisiko

Was sind Dividendenaristokraten?

Insbesondere große Unternehmen sind auf stetige Liquidität angewiesen. Erwirbt ein Aktionär Anteile an einem Unternehmen, wird der Erlös Teil des Eigenkapitals. Um die Anlage jedoch für Kapitalgeber attraktiver zu gestalten, schütten viele Unternehmen regelmäßig Anteile ihres Gewinns an Aktionäre aus. Im Idealfall halten diese Unternehmen ihre Dividende nicht nur über Jahrzehnte stabil, sondern erhöhen sie auch regelmäßig.
Klassische Dividendenaristokraten finden sich oftmals in antizyklischen Branchen. Das bedeutet, die Unternehmen produzieren Waren oder Dienstleistungen, welche auch in Phasen der Rezession stets stabil nachgefragt werden. Dies sind insbesondere Bereiche wie Konsumgüter, Telekommunikation, Pharma und Energie. Bei einigen Titeln winken darüber hinaus attraktive Wachstumschancen.

Warum sich eine Investition lohnt

Auch wenn Dividenden natürlich nicht garantiert sind, haben viele Unternehmen prinzipiell ein erhebliches Interesse, diese über einen langen Zeitraum zu erhöhen oder wenigstens stabil zu halten. Aus Investments in Dividendenaristokraten ergeben sich also diverse Vorteile. So kann die Ausschüttung beispielsweise eine Ergänzung oder bei höherem Kapitaleinsatz sogar Grundlage der Altersvorsorge sein. Außerdem entsteht durch die Ausschüttung neue Liquidität, welche wiederum in Wertpapiere angelegt werden kann.
Besonders attraktiv sind in diesem Zusammenhang Dividendenaristokraten, welche nicht nur jährlich, sondern im besten Falle quartalsweise oder sogar monatlich ausschütten. Dies trifft insbesondere auf US-Aktien zu. Konservative Werte mit langfristig positiver Wachstumsprognose sind dabei zum Beispiel der Pharma- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson, der Asset Manager T. Rowe Price, das Telekommunikationsunternehmen AT&T oder der Medizintechnik- und Pharmakonzern Abbott Laboratories. Es macht durchaus Sinn, bei der Wertpapieranlage sowohl Dividenden als auch Kurswachstum im Auge zu behalten, um sein Renditepotenzial langfristig zu steigern und im Idealfall sogar Indizes zu schlagen. Dabei ist es allerdings besonders wichtig, objektive Kriterien zur Bewertung der Unternehmen heranzuziehen.
Elementar sind dabei neben einer möglichst hohen Marktkapitalisierung auch der Free Cash Flow, die aktuelle Dividendenrendite und das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Für die Stabilität der Dividende ist zudem von großer Relevanz, dass die Ausschüttung durch den Gewinn gedeckt ist und das Unternehmen somit nicht für die Dividendenzahlung an seiner eigenen Substanz zehrt.
Dividendenaristokraten mit Kurspotenzial können eine gute Ergänzung zu reinen Wachstumswerten sein, da sie in der Regel für Anleger weniger Risiken bergen. Alleine schon der Umstand, dass entsprechende Unternehmen sich seit Jahrzehnten erfolgreich am Markt behaupten und stabile Gewinne erwirtschaften, ist ein Qualitätsmerkmal, welches die meisten Newcomer am Markt nicht erfüllen können.