Demografischer Wandel

Chancen

+ Nachhaltiger Wandel, der nicht zu stoppen ist

+ Zunehmend anspruchsvolle Zielgruppe

Risiko

– Marktbedingte Kursschwankungen sowie Ertragsrisiko
– Wechselkursrisiko
– Konzentration des Investments auf einzelne Sektoren

Demografischer Wandel als Chance

Wer Vermögen am Aktienmarkt aufbauen möchte, muss einen langen Atem haben und die richtige Anlagestrategie verfolgen. Welche Unternehmen versprechen auch in Zukunft renditestark zu sein? Dazu muss man sich als Anleger nicht auf den Blick in die Glaskugel verlassen. Vielmehr geben Megatrends die Richtung vor. Einer davon ist der demografische Wandel.
Megatrends beschreiben Strömungen, die längst fühlbar sind und uns in den nächsten Jahrzehnten stark beeinflussen werden. Der demografische Wandel, der eine zunehmend alternde Gesellschaft zur Folge hat, ist eine solche Entwicklung.

Lebenserwartung steigt kontinuierlich

Dass Menschen immer älter werden, ist keine Neuigkeit. Wie stark diese Entwicklung sich weltweit abzeichnet, mag dennoch überraschen. Gerade im bevölkerungsreichen Asien – vor allem in Japan – nimmt die Anzahl der über 65-Jährigen stark zu. Dieser Trend ist weltweit spürbar. Schätzungen zufolge könnten im Jahr 2050 rund zwei Milliarden Menschen auf der Erde über 60 Jahre alt sein.
Was sich da im Großen abzeichnet, lässt sich in Deutschland in Zahlen festmachen: Im Jahr 1950 lag die Lebenserwartung bei rund 64 Jahren für Männer, Frauen wurden im Schnitt 69 Jahre alt. Im Jahr 2050 liegt das Durchschnittsalter bei 81 Jahren der Männer und fast 86 Jahren der Frauen. Noch zehn Jahre später, im Jahr 2060, soll jeder Dritte mindestens 65 Jahre alt sein.

Demografischer Wandel und seine Folgen

Dieser Trend wird einen Wandel auf vielen Ebenen nach sich ziehen: Er hat Auswirkungen auf die Arbeitswelt, die Infrastruktur, die Familienpolitik, das Sozialversicherungssystem und natürlich auch auf das Wirtschaftsleben. Genau darin liegt die Chance für Anleger.

Die Senioren von morgen – dabei sprechen wir von den über 65-Jährigen – haben eine größere Lebenserwartung und sind dabei auch noch gesünder, leistungsfähiger und kaufbereiter als die Generationen vor ihnen. Sie geben vor allem bereitwillig Geld aus für ihre Gesundheit. Davon werden langfristig Unternehmen profitieren, die Produkte oder Dienstleistungen rund um Medizin und Pflege für die alternde Bevölkerung zur Verfügung stellen: Medizintechnikunternehmen, Pharmafirmen, Gesundheitsdienstleister oder auch Fitnessanbieter. Naheliegend ist für den Anleger, genau solche Unternehmen in sein Anlageportfolio zu integrieren, da sie langfristig stabile Renditen versprechen.

Besonders attraktiv ist, dass diese Unternehmen relativ konjunkturunabhängig sind, pflegerische und medizinische Versorgung wird – anders als Luxusprodukte – immer benötigt, unabhängig von der Wirtschaftslage.

Wachstumsmarkt Pflegebranche

Auch der Pflegebranche wird ein Wachstum vorausgesagt. Denn irgendwann wird die alternde Gesellschaft pflegebedürftig – wenn auch in einem höheren Alter als das heute noch der Fall ist. Zwischen 1999 und 2017 ist die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland um 1,4 Millionen gestiegen. Bis 2050 könnten Schätzungen zufolge weitere zwei Millionen hinzukommen.
Darauf muss sich das Gesundheitswesen und die Altenpflege einstellen. Pflegedienstleistungen wie Langzeitpflege oder ambulante Pflege werden in größerem Maße notwendig werden, genauso wie der Bedarf an Pflegeimmobilien vermutlich steigen wird. Wahrscheinlich ist, dass private Investoren diesen Markt für sich entdecken. Auch diese Entwicklung kann sich mit Aussicht auf stabile Renditechancen im Anlageportfolio niederschlagen.