Familienunternehmen

Chancen

+ Elan der Gründer in der Geschäftsführung sorgt für attraktive Renditen

+ Gründer denken häufig deutlich unternehmerischer

Risiko

– Marktbedingte Kursschwankungen sowie Ertragsrisiko

– Konzentration des Investments auf einzelne Länder bzw. Regionen

Investieren wie Gründer – so profitieren Sie vom Erfolg der Familienunternehmen

Gründergeführte Unternehmen, auch Familienunternehmen genannt, sind wirtschaftlich erfolgreich und gesellschaftlich beliebt. Nicht nur bei Amazon, Facebook und Google haben die Gründer die Geschicke in der Hand, auch in Deutschland gibt es viele erfolgreiche börsennotiere Familienunternehmen. Hier heißen sie Fielmann, Sixt oder Henkel. Und Anleger sollten aus einem Grund ganz besonders an Familienunternehmen interessiert sein: Viele internationale Studien haben wissenschaftlich belegt, dass Familienunternehmen erfolgreicher wirtschaften als vergleichbare Unternehmen und daher meist auch an der Börse besser performen.

Was sind börsennotierte Familienunternehmen?

Die Definition von Familienunternehmen ist nicht einheitlich und wird in Studien sehr unterschiedlich ausgelegt. Oftmals müssen mindestens ein Viertel der Stimmrechte und/oder ein Aufsichts- oder Vorstandsmandat im Besitz der Familie sein. Wissenschaftliche Analysen haben jedoch auch gezeigt: Je mehr Stimmrechte im Familienbesitz sind, desto erfolgreicher ist das Unternehmen. Der Einfluss der Gründerfamilie ist also entscheidend für den Erfolg.

Wie können Sie in börsennotierte Familienunternehmen investieren?

Auf der einen Seite können Sie direkt in Einzeltitel wie von Fielmann, 1&1 Drillisch oder Henkel investieren. Auf der anderen Seite haben aber auch die Börsenbetreiber die steigende Nachfrage nach Familienunternehmen nicht ignoriert und bieten inzwischen einige Indizes an. Zu den bekanntesten in Deutschland zählt der DAXplus Family-Index von der Frankfurter Börse. Außerdem gibt es den an der Münchener Börse gelisteten HAFIX Index für Deutschland und Europa. Die Definition eines Familienunternehmen nach dem HAFIX Index ist jedoch deutlich abgeschwächt und umfasst auch Unternehmen wie Hochtief, Tui und Volkswagen.

Wie viele börsennotierte Familienunternehmen gibt es in Deutschland?

Die Zahl der Familienunternehmen mit Börsennotierung in Deutschland war zuletzt stark rückläufig. In den letzten zehn Jahren ist die Anzahl an börsennotierten Familienunternehmen von 180 Unternehmen auf knapp über 100 gefallen. Die Gründe sind vielfältig: Eine anhaltende Konsolidierung am Markt, die Folge der Finanzkrise 2008 und auch eine steigende Tendenz zu einem Delisting, also dem Rückkauf der Unternehmensanteile vonseiten der Familie. Auch wenn die Anzahl der Familienunternehmen abnimmt, sind die aktuellen börsennotierten Familienunternehmen wirtschaftlich und sozial sehr erfolgreich und stehen bei Anlegern hoch im Kurs.