Gold

Chancen

+ Begrenztes Gut
+ Schutz vor Inflation
+ Wird häufig zur Absicherung genutzt

Risiko

– Marktbedingte Kursschwankungen sowie Ertragsrisiko
– Wechselkursrisiko

Worum geht es bei dem Anlagethema?

Wer in Gold investiert, hat das große Ganze im Blick. Nicht umsonst gilt das Edelmetall als Krisenwährung: Wenn es politisch unsicher wird, die weltweite Konjunktur schwächelt, die Zinsen sinken oder der US-Dollar nachgibt – dann steigt der Goldpreis. Alleine im Jahr 2019 legte der Goldkurs um rund 20 Prozent zu. Ein Grund dafür war die politische Unsicherheit durch den drohenden Handelskrieg zwischen den USA und China. Ein anderer waren die niedrigen Zinsen: In Europa sank das Zinsniveau teilweise unter die Null-Prozent-Marke. Und auch in den USA ist keine Zinswende nach oben in Sicht. Anleger suchen daher händeringend nach Alternativen. Und Gold ist eine davon. Es spricht einiges dafür, dass der Preis des Edelmetalls auch künftig hoch bleibt. Wer sein Geld in Gold anlegt, muss sich aber auch der Risiken bewusst sein, die diese Anlageform birgt.

Warum sollte man in Gold investieren?

Gold dient in einem Anlage-Depot vor allem zur Absicherung. Wenn Investments wie Aktien oder Zins-Papiere an Wert verlieren, kann das Edelmetall ein „sicherer Hafen“ für Anleger sein. Das klingt zunächst paradox, denn Investitionen in Gold sind durchaus risikoreich. Der Goldkurs ist zum Teil starken Schwankungen unterworfen. Phasen hoher Gewinne wechseln sich ab mit Zeiträumen, in denen der Kurs sinkt. Wer auf Gold setzt, muss daher damit leben können, dass der Preis auch einmal lange Zeit unter dem Kurs liegen kann, zu dem man das Edelmetall gekauft hat. Hinzu kommt das Wechselkursrisiko: Gold wird in US-Dollar gehandelt. Deutsche Goldkäufer etwa müssen daher auch Wechselkursschwankungen in Kauf nehmen.
Und dennoch gilt: Wenn es zu einer Krise kommt, ist Gold eine gute Wahl. Es gewinnt in der Regel immer dann an Wert, wenn andere Anlageformen verlieren. Deswegen ist eine Investition in Gold eine gute Möglichkeit, dem eigenen Anlage-Depot für den Fall von Krisen Stabilität zu verleihen. Das gilt bei einer Konjunkturschwäche ebenso wie bei weltpolitischen Unsicherheiten oder auch einer Zinspolitik, die von den dauerhaften Null- und Negativzinsen einfach nicht wegkommt. Wegen der Risiken, die mit einer Investition in Gold verbunden sind, sollte der Anteil von Gold im Anlage-Depot jedoch fünf bis zehn Prozent nicht übersteigen.

Wie sind die Aussichten für Gold?

Derzeit deutet wenig darauf hin, dass der Goldpreis dauerhaft sinken könnte. Im Gegenteil: Die Notenbanken in Europa und den USA haben zuletzt klar gemacht, dass die Zinsen noch mindestens bis 2022 niedrig bleiben werden. Das macht Gold gerade im Vergleich zu Zinsanlagen attraktiv. Bei Null- und Negativzinsen schwindet der Nachteil des Edelmetalls, keine Erträge wie Zinsen oder Dividenden abzuwerfen. Der Gewinn bei einem Goldinvestment entsteht ausschließlich aus der Kurssteigerung – und dafür bleiben die Aussichten gut. Zumal neben dem niedrigen Zinsniveau künftig auch einige weltweite Unsicherheiten bestehen bleiben wie globale Handelskonflikte oder das Nachlassen der weltweiten Konjunktur. Und auch sehr langfristig gibt es Argumente für Gold: Der Abbau des Rohstoffs wird zunehmend schwieriger und teurer. Das Angebot verknappt sich also eher, während die Nachfrage hoch bleiben dürfte. Das spricht für steigende Preise. Ein begrenztes Investment in das Thema Gold ist daher für Anleger, die ihr Depot krisenfest machen möchten, eine Überlegung wert.