Medizin 2.0

Chancen

+ Investition in den Demografischen Wandel
+ Sektor mit hohem Preisniveau
+ Forschung und Innovation befördern die Branche

Risiko

– Marktbedingte Kursschwankungen sowie Ertragsrisiko
– Wechselkursrisiko
– Konzentration des Investments auf einzelne Sektoren

Warum es sich lohnt, in das Thema zu investieren

Der Medizinsektor ist einem tiefgreifenden Wandel unterworfen. Digitalisierung und neue Technologien ermöglichen bislang ungekannte medizinische Behandlungsmöglichkeiten, eine neue Art der Patientenversorgung und der Datenverwaltung. Für Anleger ist das spannend: Investitionen in die aufstrebende Branche sind zukunftsweisend.
Der demografische Wandel geht Hand in Hand mit einem aufstrebenden Medizinsektor. Die Weltbevölkerung wird immer älter, im Jahr 2050 sollen geschätzte rund zwei Milliarden Menschen auf der Erde über 60 Jahre alt sein, in Deutschland wird im Jahr 2060 jeder Dritte mindestens 65 Jahre alt sein. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung kontinuierlich. Die Gesundheitsversorgung dieser alternden Gesellschaft wird in Zukunft einen großen Stellenwert einnehmen.

Medizinischer Fortschritt ist unaufhaltsam. Technologische Innovationen ermöglichen schon heute medizinische Behandlungsmöglichkeiten, die vor einigen Jahren noch unvorstellbar waren, man denke an 3D-gedruckte Implantate oder digitale Prothesen. Die Medizintechnikbranche ist ein zentraler Standpfeiler in der Gesundheitsversorgung und ein enorm innovativer obendrein: mit fast 14.000 eingereichten europäischen Patenten im Jahr 2018 gilt die Medizintechnik als die innovativste Branche. Wer Investitionen in diesen Sektor erwägt, folgt keiner kurzweiligen Mode, sondern setzt auf einen langfristigen Trend.

E-Health erleichtert medizinische Versorgung

Aber auch was die Patientenversorgung Service und Datenverwaltung angeht, wird Neuland erobert. Die Digitalisierung reformiert das Arzt-Patienten-Verhältnis, das in der Vergangenheit – und vielerorts bis heute – durch den persönlichen Kontakt und handschriftliche Aufzeichnungen geprägt ist. Unter dem Begriff Medizin 2.0, e-Health oder Digital Health werden Technologien beschrieben, die das Arzt-Patienten-Verhältnis geradezu revolutionieren, erste Ansätze dazu gibt es bereits.
Am bekanntesten ist die elektronische Patientenakte, die in Zukunft verstärkt zum Einsatz kommen soll. In dieser elektronischen Akte sollen alle medizinischen Daten eines Patienten gesammelt sein und unabhängig von Ort und Zeit allen an einer Behandlung Beteiligten zur Verfügung stehen. Hier können Medikationen und Befunde oder auch Röntgenbilder gespeichert werden. So können sich Ärzte und Klinikpersonal einen schnellen Überblick verschaffen, Doppeluntersuchungen vermeiden, eine passgenaue (Notfall-)Behandlung schneller ermöglichen und leichter koordinieren. Dass diese Entwicklung weiter voranzutreiben ist, hat der Deutsche Bundestag 2016 im eHealth-Gesetz verankert.

Digitalisierung ermöglicht patientenfreundlichen Service

Die Digitalisierung des Medizinsektors bringt auch im Bereich Patientenservice Vorteile: Softwarelösungen können die Übersicht über einen Medikationsplan erleichtern, Fitnessdaten speichern und Telemedizin ermöglichen: Die ärztliche Beratung per Smartphone ist ausbaufähig, Rezepte könnten künftig elektronisch verschickt werden. Zunehmend sind Start-ups hier aktiv, Gesundheitsmanagement patientenfreundlich zu gestalten.
Was bedeutet diese Entwicklung nun für den Anleger? Ganz einfach. Will er teilhaben am Megatrend Medizin 2.0, sollte er auf Unternehmen setzen, die von der Transformation des Medizinsektors profitieren. Das sind in erster Linie Anbieter von Softwarelösungen, die eHealth möglich machen.